Bechern gegen Baggern: Info-Kneipe zu den Climate & Justice Games rund um die Eurotier Messe in Hannover

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am Donnerstag, 1. November um 19h
Ort: „Linker Laden“, Kleiner Schäferkamp 46, 20357 Hamburg,
im Rahmen von „Bechern gegen Baggern“, Solikneipe für Klimagerechtigkeit

Nach Paris, Amsterdam, Basel und Wien finden nun erstmals auch Klimaspiele vom 13. bis 17.11. in Hannover statt. Anlass der Games ist die EuroTier-Messe, die weltweit größte Fachmesse für Tierhaltung. Um deutlich zu machen, dass die Ausbeutung von Tieren, Menschen und der Natur nicht losgelöst voneinander zu betrachten ist, und um die gemeinsamen Kämpfe von vielen linken und sozialen Bewegungen zu stärken, wollen wir Klima und Gerechtigkeit gleichermaßen in den Fokus rücken.

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Baumbesetzung im Schanzenpark – Bericht und Pressespiegel

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4.10. 2018
In Solidarität mit den Besetzer*innen im Hambacher Wald, welche auch nach offiziellem Ende des Räumungseinsatzes für den Erhalt des Waldes, gegen den Energiekonzern RWE und für Klimagerechtigkeit kämpfen, besetzten gestern Aktivist*innen von Gegenstrom HH, der Hambi-Soligruppe HH zusammen mit Einzelpersonen einen Baum im Hamburger Schanzenpark (mehr …)

Gefangenen-Schreibwerkstatt

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Zur Zeit sitzen 4 Menschen aus dem Hambi-Umfeld im Gefängnis oder U-Haft: 1 Mensch wurde wegen Trommeln zu 9 Monaten Haft verurteilt und sitzt noch bis Weihnachten, 1 Mensch war bereits in UHaft und jetzt wurden während der Baumhausräumungen 2 weitere Menschen in Uhaft gesteckt: Vorwurf: gemeinschaftlicher Widerstand, weil sie sich gemeinsam anketteten. (mehr …)

Ich bin’s die Steinkohle

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…auf einem der jährlich ca.150 Massengutfrachter, bin ich tausende Kilometer völlig gefahrenfrei über das Meer geschifft worden. Im Hamburger Kohle- und Erzhafen angekommen wurde ich von gigantischen Greiferbrücken auf riesige Kohleberge aufgetürmt. Neben mir gelangen auf diesem Weg jährlich weitere 17 Millionen Tonnen Steinkohle & Eisenerz in den Hamburger Hafen. Einige Kohlefrachter fahren ein paar hundert Meter weiter, wo wir direkt im Kohlekraftwerk Moorburg verbrannt werden.

Die Steinkohle, die im Hamburger Kohlehafen landet wird nahezu vollautomatisiert von Schaufelradbaggern auf Förderbänder geladen und zur Beladestation der Rangierloks beför- dert. Der Umschlag ist inzwischen so weit automatisiert, dass nur 110 Angestellte beschäftigt werden müssen. Über Binnenschiffe und die Eisenbahn werden wir in Kraft- und Stahlwerke weitertransportiert. Die Kohle- und Eisenerze werden anschließend entweder in einem der Kraftwerke der Energieriesen Vattenfall und E.On oder dem Automobilkonzern Volkswagen verfeuert oder bei der Salzgitter-AG für die Produktion von Stahlrohren für die großen europäischen Gas-Pipeline Projekte (Trans Adriatic Pipeline, Nordstream 1 & 2) oder von Autoteilen der Marken Volkswagen und BMW eingesetzt.

Ich bin ein Stück Steinkohle. Ich lag hunderte Millionen Jahre tief in der Erde vergraben bevor Menschen auf die Idee kamen mich aus hunderte Meter tiefen Erdschichten rauszubaggern und dabei ganze Ökosysteme zu zerstören. Eigentlich gibt es Steinkohle auch in Deutschland, allerdings schließen hier dieses Jahr die letzten Steinkohlezechen. Der Import und die Verstromung von Steinkohle in Deutschland laufen aber ungestört weiter.

Die umweltzerstörenden und gesundheitsschädlichen Folgen des Bergbaus werden dabei einfach komplett nach u.a. Südafrika, Kolumbien, Russland, USA ausgelagert. Allein in Kolumbien wurden in den letzten Jahren über 60.000 Menschen vertrieben und ca. 3.000 ermordet, die dem blutigen Geschäft der Steinkohle im Weg standen. Dieses Jahr im Mai sind erst wieder 23 Arbeiter in Pakistan und zwei in Polen in Steinkohleminen verunglückt.

Seit über 500 Jahren profitieren reiche westliche Industrienationen und -konzerne jetzt schon von diesen Zuständen: Sie beuten die Ressourcen und Arbeitskräfte überwiegend ehemaliger Kolonialländer systematisch aus, verschärfen dadurch vielfältige soziale und ökologische Krisen und heizen zusätzlich den Klimawandel an. Die Regionen, die mit dem Klimawandel am stärksten zu kämpfen haben werden dadurch noch anfälliger für die heute schon spürbaren katastrophalen Folgen.

Ich bin eines der glücklichen Kohlestücke, das bei der antikapitalistischen Aktionsrallye „Harbour Games“ in Hamburg am 23.6.2018 aus dem Kohlehafen befreit wurde.

Nimm mich mit nach Hause, erinnere dich Tag für Tag an meine Geschichte und hilf mit das Geschäft mit der Kohle Geschichte werden zu lassen!

„Limity jsme my, Code Rood, Kohle erSetzen!, Climate Games, Ende Gelände!“

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5 Juli, ab 19 Uhr, Linker Laden (Kleiner Schäferkamp 46, 20357 Hamburg)

Der Aktionskalender wird von Jahr zu Jahr voller. Jährlich entstehen mehr und mehr Klimacamps, Massenaktionen und weitere Aktionsformen in ganz Europa. Allein dieses Jahr finden über 8 Klimacamps in über 6 unterschiedlichen Ländern in Europa statt. Die europäische Klimagerechtigkeitsbewegung wächst rasant! (mehr …)