Über uns

Wir sind eine vielfältige, antikapitalistische Gruppe und sehen uns als Teil der globalen Klimabewegung von unten. Wir setzen uns für Klimagerechtigkeit und radikalen Klimaschutz ein. Durch widerständige und ausdrucksstarke Aktionen wollen wir für ein gutes Leben für alle kämpfen. Dafür brauchen wir eine solidarische, klimaneutrale und umweltverträgliche Energieversorgung von unten u.a. durch die Überwindung fossiler Energieträger.
Darüber hinaus streben wir sowohl auf gesellschaftlicher Ebene als auch im persönlichen Miteinander die Überwindung von Diskriminierung, Ausbeutung, Herrschafts- und Ungerechtigkeitsverhältnissen jeglicher Art an.

Der Kapitalismus als System, das auf unendlichem Wachstum und Ausbeutung basiert, ist weder tragbar für einen Planeten mit endlichen Ressourcen; noch entspricht er unseren Ansprüchen an eine Gesellschaft. Jegliche Formen von Kapitalismus, auch im Sinne des sogenannten grünen Kapitalismus, lehnen wir ab, da diese Herrschaftsverhältnisse legitimieren und das Problem lediglich verschieben.

Wir leisten aktiven Widerstand und wollen nicht nur die Ursachen des Klimawandels direkt bekämpfen sondern auch jeglichen Versuchen von Greenwashing die Plattform nehmen, weshalb unsere Aktionsformen von Öffentlichkeitsarbeit über widerständige Aktionen bis hin zum direkten Eingriff in klimaschädliche Prozesse reichen.

Als lokale Gruppe sind wir hauptsächlich aktiv gegen Kohleverstromung und -importe. Im besonderen Fokus steht dabei der lokale Widerstand gegen Vattenfall, als größten Klimakiller Norddeutschlands.

Darüber hinaus wollen wir das Bewusstsein für den Zusammenhang zwischen Kapitalismus und Klimawandel stärken und zum Aufbau einer widerständigen antikapitalistischen Klimabewegung beitragen. Denn die unsoziale Klimapolitik muss angeprangert werden, um eine sozial-ökologische Transformation voranzutreiben.

Mit anderen antikapitalistischen, emanzipatorischen Gruppen und Akteur*innen jeglicher Themenausprägung und Aktionsformen zeigen wir uns solidarisch und sehen weder Grund noch Anlass uns von Aktionsformen anderer zu distanzieren.

Im Rahmen von Aktionen leisten wir Widerstand um offen „Nein!“ zu sagen gegen ein ausbeuterisches System und die ungerechten Machenschaften multinationaler Profit-Akteur*innen. Wir scheuen uns nicht, die Grenzen der Legalität zu übertreten, um für legitime Bedürfnisse und Rechte einzutreten. Denn „wenn Unrecht zu Recht wird, wird Widerstand zur Pflicht!“ (Berthold Brecht)

Gegenstrom Hamburg, 01.06.2017

 

 

Die Geschichte von Gegenstrom Hamburg:

  • Gegenstrom08: Im Rahmen des gemeinsamen Antira- und  Klimacamps 2008 in Hamburg wurde die Kampagne Gegenstrom08 konzipiert. Im Rahmen des Camps kam es zu einer Bauplatzbesetzung des Kohlekraftwerks Moornburg. Die Initiative setzte sich für eine entschädigungslose Enteignung der Energiekonzerne und den Einstieg in eine demokratisch kontrollierte ökologische und soziale Energieversorgung ein.
    Mehr Infos unter: http://www.gegenstrom13.de/
  • Gegenstrom13: Das Bündnis Gegenstrom13 gründete sich um im Rahmen einer Hafenblockade auf die zerstörerischen sozioökonomischen als auch ökologischen Bedingungen und Folgen des Abbaus und der Förderung von Steinkohle aufmerksam zu machen.
    Mehr Infos unter: http://www.gegenstrom08.net/