Klima-Cafe

Im Klima Cafe 10 werfen wir mal wieder einen Blick über die Grenzen – nach Südafrika

Auch Hamburger Kohlekraftwerke werden mit Schiffen aus Südafrika mit Steinkohle beliefert. Über die dortigen Folgen des Abbaus von Steinkohle vor allem auf die Gesundheit der Bevölkerung, für die auch Vattenfall Mitverantwortung trägt, wird der Aktivist Lucky Maisanye berichten

am Sonntag den 10. Juli um 16 h im Centro Sociale, Sternstr. 2 (3 Minuten Fußweg von U Bahn Feldstr.)

Der Film „The Bliss of Ignorance“ (Im Schutz der Ignoranz) untersucht das komplexe Verhältnis der Republik Südafrika zu einer der größten Ressourcen des Landes – der Kohle. Dieser Dokumentarfilm beleuchtet wie die Auswirkungen der südafrikanischen Energiepolitik, wie der Abbau und das Verbrennen von Kohle die Umwelt verändert, die Luftverschmutzung, die Verschmutzung von wertvollen Wasserreserven in einem an Wasser armen Land und die Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen vor Ort. Im Anschluss an die Filmvorführung werden wir mit Lucky Maisanye diskutieren, einem Aktivisten aus einer großen Kohleabbauregion in Südafrika.

Wenn nur die Kohle zählt –  In Südafrika verlieren Menschen in der Nähe von Kohleminen und -kraftwerken ihr Land, ihre Gesundheit und den Zugang zu Wasser. Deutsche Unternehmen (auch Moorburgbetreiberin Vattenfall) tragen Mitverantwortung für derartige Probleme im Kohlesektor Südafrikas. Ob als Käufer und Verarbeiter des Rohstoffs oder als Zulieferer von Bauteilen für die Kraftwerke.

Klima-Cafe 8 ist ganz auf EndeGelände ausgerichtet

10.4.2016 im Centro Sociale, Sternstr.2  ab 16 Uhr jede Menge Infos zur geplanten Ende Gelände Aktion vom 13.-16.Mai 2016.  Wir sprechen auch über Aktionstraining und Anreise. Einen kleinen Überblick über die Termine von EndeGelände,  und hier der Aufruf-Flyer

In Hamburg wird es noch weitere Mobi-Veranstaltungen zu Ende Gelände geben:

  • 11.4.2016, 19 Uhr, HFBK, Lerchenfeld 2, Raum 11
  • 12.4.2016, 19 Uhr, St.Pauli-Fanladen, unter der Gegengerade
  • 13.4.2016, 19 Uhr, soziales Zentrum Norderstedt, In de Tarpen 8
  • 20.4.2016, 19 Uhr, Uni Hamburg, Von-Melle-Park 5, Treffpunkt vorm AStA
  • 26.4.2016, ? Uhr, GeoKino zeigt „Auf der Kippe“, Geomatikum, Bundesstraße 55

Der Kampf gegen den Braunkohle-Abbau in der deutschen und polnischen Lausitz ist Teil eines globalen Kampfes. Rund um die Welt kämpfen Menschen gegen den fossilen Kapitalismus. Sie stoppen Kohlekraftwerke in Indien, Pipelines in den USA, Kohlehäfen in Australien, Fracking in Brasilien, Ölbohrungen in Nigeria.

Während der globale Norden die Klimakrise weiter anheizt, kann er noch am besten damit le­ben. Im globalen Süden dagegen zerstört der Kli­mawandel die Lebensgrundlagen von Millionen von Menschen. Viele von ihnen sterben an den Außengrenzen Europas.

Wir kämpfen nicht nur gegen Kohle, gegen Fracking, gegen Öl, sondern stellen Profitlogik und Wachstumswahn grundsätzlich in Frage. Diese befördern falsche Lösungen wie Marktme­chanismen, Großprojekte und technische Schein­lösungen.

Für die Stromerzeugung ist Kohle in Deutsch­land mit über 40% immer noch der wichtigste Energieträger.

Aus diesem Grund werden wir Pfingsten die Kohleinfrastruktur in der Lausitz blockieren.

Klima-Cafe 7 am Sonntag den 20.3.16 um 17 Uhr im Centro Sociale

Im KlimaCafe geht es erstmalig um das Thema Verkehr. Aus diesem Grund ist dieses KlimaCafe eine Kooperation von Gegenstrom und HVVumsonst.    hier der Flyer

Der Verkehr ist in der Stadt der zweitgrößte CO2- Emmittent – Grund genug mal zu gucken, wie das in anderen Ländern gesehen wird.

Planka nu!

Auf ihrer Rundreise durch Deutschland stellen zwei Aktivist*innen des schwedischen Netzwerks Planka.nu [dt.: Umsonstfahren. jetzt] – ihre Alltagspraxis vor und diskutieren die Thesen ihres vor kurzem im Unrast-Verlag erschienenen Buchs:
Selbst Leute, die es verwerflich finden, ohne Fahrschein Bus oder U-Bahn zu fahren, können kaum ernsthaft argumentieren, dass Fahren ohne Fahrschein mehr Schaden als
Falschparken anrichtet.
Umsonstfahrer*innen gehören oft einkommensschwachen Gruppen an und sind auf das Umsonstfahren angewiesen, um sich innerhalb der Stadt zu bewegen. Der Falschparker ist hingegen oft ein finanziell besser gestellter Mann mittleren Alters mit der Ansicht, dass er seinen Wagen überall hinstellen kann, wo er ihn hinstellen will.
Der Falschparker setzt durch sein Verhalten andere Menschen Gefahren aus, indem er sie auf die Straße drängt, die Umsonstahrer*innen tun dies nicht.
Im Transportzeitalter hängt das Funktionieren des Marktes von ständiger Bewegung ab: Daten – Waren – Menschen
Erst wenn wir wir das herrschende (Auto-) Mobilitäts-paradigma verstehen und über unsere Fortbewegung selbst bestimmen können, eröffnet sich die Möglichkeit, unser Leben selbst in die Hand zu nehmen.
Die Metropole ist ein Terrain permanenter Konflikte.
Glück muss als gesellschaftliches Projekt angesehen werden. Städte sind so zu gestalten, dass sie zu unserem Glück beitragen, dass sie Kollektivität ermöglichen. Wohnviertel, die dem Massenverkehr angepasst werden, minimieren die Möglichkeiten, soziale Zusammenhänge aufzubauen. (…)


Klima-Cafe 5 (a) am Sonntag den 10.1.16 um 16 Uhr im Cetro Sociale

hier der Flyer

Wir zeigen den Film

“ A u f   d e r   K i p p e „

hier gehts zum Trailer

über den Kampf gegen die Braunkohletagebaue in der Lausitz. Anschließend gemeinsame
Diskussion, u.a. mit einer anwesenden Person des Filmteams.

Nach der erfolgreichen Besetzung des rheinländischen Braunkohletagebau Garzweiler im Sommer 2015 wendet sich das bundesweite Bündnis ENDE GELÄNDE nun mit der nächsten
gemeinsamen großen ungehorsamen Aktion am Pfingstwochenende 2016 (13.-15. Mai) den Braunkohletagebauen in der Lausitz zu. Wieder werden viele Menschen gemeinsam einen Tagebau besetzen, lahmlegen und so auf den dringend erforderlichen Ausstieg aus der Kohle hinwirken und damit einen handfesten Beitrag zum tatsächlichen Klimaschutz leisten. Ein Grund mehr für Gegenstrom Hamburg (bei Ende Gelände mit involviert) den sehenswerten Film „Auf der Kippe“ zu zeigen, der den Kampf der in der Lausitz betroffenen Menschen für den Erhalt ihrer Ortschaften zum Thema hat. Danach wird es Gelegenheit zu Nachfragen geben und wir werden gemeinsam Perspektiven diskutieren. Dazu gibt’s natürlich wieder wie gewohnt lecker Kaffee, Tee & Kuchen.


 

Klima-Cafe 5 am Sonntag den 22.11.15 um 16 Uhr im CentroSociale (hier der Flyer)

Der Klimawandel ist nicht primär ein ökologisches, sondern ein brennen­des soziales Problem. Es geht nicht nur um das Aussterben von Eisbären, sondern um die Zerstörung der Lebensgrundlagen für die Menschen.

Die soziale Struktur, die Wirtschafts- und Machtverhältnisse, in der wir als Men­schen uns heute Natur aneignen, um zu leben, ist durch Ausbeutung anderer Menschen und der Natur geprägt. Solange wir diese Struktur nicht ändern, wird sich der Klimawandel nicht stoppen lassen.

Unsere Auffassung ist: Solange wir und die Regierenden der Welt auf Wirtschafts­expansion/-wachstum setzen sind wir und vor allem die Regierenden Teil des Pro­blems und werden keine wirklichen Lösungen erreichen.

Wie können wir diese Auffassung in den Auseinandersetzungen um das Thema Klimawandel einbringen?

Wir wollen mit euch diskutieren, was wir selbst unabhängig von den politisch Regierenden ändern und dem Klimawandel entgegensetzen kön­nen und wie wir die Lösungsvorschläge der Regierenden bewerten.

Kontroverse

  • Was kann über eine Änderung unseres individuellen Konsumverhal­tens erreicht werden und was nicht? Was können wir überhaupt indi­viduell ändern und was nicht oder nur einige? (Vegan essen, nicht fliegen, nicht Auto fahren, Stromanbieter wechseln, Energiesparlam­pen einbauen, …)
  • Wie sollte Energieversorgung organisiert werden – Solaranlagen bau­en, autarke Stromversorgung aufbauen, Kommunalisierung von Ver­sorgungseinrichtungen und Privatisierungen von öffentlichen Einrich­tungen rückgängig machen (Wasser, Stromnetze, Energieversor­gung)
  • Gegen wen und in welcher Form sollten wir unsere politischen Aktivi­täten entfalten? Besonders „kriminelle“ Großkonzerne blockieren, Kampagnen gegen Aktienbesitz von Öl- und Kohlefirmen, demons­trieren, Petitionen einreichen.
  • Wie sind marktwirtschaftliche Lösungvorschläge, wie Emmisionshan­del, Subventionen für Energieunternehmen u.ä. zu bewerten?
  • Wie können wir eine fundamentale gesellschaftliche Transformation vorantreiben? Was könnte das konkret bedeuten an Veränderungen? Müssen wir unseren Lebensstandard einschränken und auf Annehm­lichkeiten verzichten?


Das nächste Klima-Cafe kommt, aber jetzt wird zunächst mal gepaddelt zum Paddeltraining geht es hier

Klima-Cafe 4 ( am Sonntag, den 10.Mai 2015)


Das Klimacafé geht aufs Wasser :   hier ist der Flyer

1. Offenes Paddeltraining auf der Alster

komm vorbei, mach mit!
• mit Kanu, Schlauch- ,Tret- , U-Boot, Surfbrett… (eigenes mitbringen top sonst einfach so vorbeikommen!)
• im Schwimmdress, Neopren, Kapuzenpulli, Dinnerkostüm…
• danach Grillwurst (auch Soja), Limo, Kuchen, Kakao, Glühwein, Fischbrötchen ….

  • So., 10. Mai, 15.00 UhrTreffpunkt ist die (B)Innenalster: Ecke Lombardsbrücke/ Neuer Jungfernstieg.Wir treffen uns locker auf dem Wasser oder an Land und drehen ein paar Runden. Kommt einfach vorbei- ob mit oder ohne fahrbaren Untersatz.Alster-Paddeln-Gegenstrom

 

  • Für das leibliche Wohl ist auf das allerfeinste gesorgt!!

 

 


Klima-Cafe 3  (am Sonntag, den 12. April 2015)

Sebastian Heilmann und Andrea Henkel:

Vorsorgendes Wirtschaften statt Zerstörung der Lebensgrundlagen

Feministische Perspektiven für ein gutes Klima

hier gehts zum PDF Flyer

Das Konzept des Vorsorgenden Wirtschaftens wurde bereits Anfang der 1990er Jahre als nachhaltiges Gegenmodell zum Kapitalismus entwickelt. Die Prinzipien Vorsorge, Kooperation und Orientierung am für ein Gutes Leben Notwendigem stehen dabei im Vordergrund. Sie sollen eine kapitalistische Wirtschaftsweise ablösen, die auf Konkurrenz, Profitmaximierung und Wachstum getrimmt ist. In seiner Kapitalismuskritik nimmt das Vorsorgende Wirtschaften neben einer ökologischen auch eine feministische Perspektive ein. Der Arbeits- und Produktionsbegriff wird neu definiert, aus dem Kontext der Erwerbsarbeit und der Marktwirtschaft herausgelöst und neu eingebettet in eine (re)produktive und nachhaltige Ökonomie.

Sebastian Heilmann ist Umweltwissenschaftler und promoviert zum Thema „Regionalplanung und Energiewende“ (Dr. phil.) bei Prof. Dr.-Ing. Sabine Hofmeister. Er lehrt zu den Themenfeldern Energiewende, Grünräume, Bürger_innenbeteiligung sowie Nachhaltigkeit. Von 2011 bis 2014 war er umweltpolitischer Sprecher der Lüneburger Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Andrea Henkel ist Nachhaltigkeitswissenschaftlerin und promoviert zum Thema „Vorsorgendes Wirtschaften und Energiewende“ (Dr. phil), ebenfalls bei Prof. Dr.-Ing. Sabine Hofmeister. Sie engagiert sich zudem aktiv in der Degrowth-Bewegung, z.B. innerhalb der Bundesarbeitsgruppe Degrowth von die linke.SDS.

Wie bringen wir 2015 den Klima-Widerstand voran?

*Ende Gelände* – ist das gemeinsam beschlossene Motto für die Massenaktion zivilen Ungehorsams gegen den Kohleabbau im Rheinischen Braunkohlerevier am Wochenende 14.-16. August 2015, organisiert von einem bundesweiten Bündnis, an dem auch wir von Gegenstrom Hamburg uns beteiligen. https://ende-gelände.org/

Und hier eine Buchempfehlung:

Naomi Klein; Die Entscheidung – Kapitalismus vs. Klima; S.Fischer Verlag; Ffm; 26,99 €

Zum Klima-Cafe wollen wir regelmäßig einmal im Monat einladen. Mit Hilfe diverser Medien (Diskussion, Lesung, Film, etc.) sollen jeweils bestimmte Fragestellungen bei Kaffee und Kuchen bewegt werden.

Gegenstrom Hamburg trifft sich jeden 2. und 4. Donnerstag um 19 Uhr

im Centro Sociale, Sternstraße 2,

interessierte neue Mitwirkende sind herzlich willkommen.


KLIMA-CAFE 2     (8. März 2015)

… fand in Kooperation mit dem Hamburger Gartennetzwerk „Solidarisches Gemüse“ statt.

Hier der Aufruf in PDF. Die jährliche Saatguttauschbörse der Hamburger GärtnerInnen bietet einen idealenRahmen, um sich über die Zusammenhänge von Biodiversität und Klimawandel Gedanken zu machen und auszutauschen. Unkontrolliertes und vielfältiges Saatgut aller Art wird von 12 – 16 Uhr getauscht. In dieser Zeit könnt Ihr Euch außerdem die folgenden Vorträge anhören:
Mohammad Abu Hajar: …“Projekt 15th Garden Network Syrien“
Vera Hempel: ……………..“Mit dem Saatenkoffer auf Reisen“
Andreas Riekeberg: ………“Saatgut zwischen Konzernkontrolle und Selbstbestimmung“
Im Anschluss (16 Uhr) seht Ihr den Film „Über den Tellerrand“ (Trailer)  aus einem der am schlimmsten vom Klimawandel betroffenen Länder dieser Erde.

„Über den Tellerrand“ (Trailer)

Film über die Kleinbäuerlichen Bewegungen in Bangladesch “Ernährungssouveränität” ist die zentrale Forderung der kleinbäuerlichen Bewegungen in Bangladesch. Angesichts von
Klimawandel, Flächenknappheit und Landkonflikten setzen sie sich für eine gerechte Landverteilung und eine selbstbestimmte Agrarproduktion ein. Eigene Parzellen sowie kulturell und ökologisch angepasstes Saatgut sehen sie als Basis für die Nahrungs-mittelversorgung. Die Bewegungen verfolgen ihre Ziele gegebenenfalls mit radikalen Mitteln: Sie besetzen und bewirtschaften Land, das ihnen laut Gesetz zusteht, aber aufgrund von Korruption nicht übertragen wird.

Und das Beste zum Schluss:

Wer mag, kann den Nachmittag bei einer Tasse Tee, Kaffee & Kuchen gegen Spende und einem Gespräch über den Film ausklingen lassen.
Zum Klima-Cafe wollen wir regelmäßig einmal im Monat einladen. Mit Hilfe diverser Medien (Diskussion, Lesung, Film, etc.) sollen jeweils bestimmte Fragestellungen bei Kaffee und Kuchen bewegt werden.
Ihr wollt uns helfen, das Klima Café und andere Aktionen zum Thema Klimawandel in
Hamburg zur organisieren und durchzuführen? Dann schickt eine Mail an
presse@gegenstromhamburg.de und wir versorgen Euch mit den aktuellen Infos
oder kommt einfach zum Treffen jeden 2. und 4. Donnerstag um 19 Uhr
im Centro Sociale, Sternstraße 2
Wir freuen uns auf Euch!

 


 

KLIMA-CAFE 1 (8. Februar 2015)

Gespräch mit Tadzio Müller

Politikwissenschaftler und langjähriger Aktivist für Klima-gerechtigkeit. Er arbeitet z.Z. in Berlin für die Rosa-Luxemburg-Stiftung. Zu seinen Forschungs-schwerpunkten gehören: gesellschaftliche Tranfsormation, Klimagerechtigkeit, Energiewende, „Grüner Kapitalismus“.

Wie bringen wir 2015 den Klima-Widerstand voran?

Für 2015 liegt einiges an – u.a. plant ein bundesweites Bündnis eine

Massenaktion Zivilen Ungehorsams gegen den Kohleabbau am Wochenende 14.-16. August 2015 im rheinischen Braunkohlerevier bei Köln

Wir von Gegenstrom Hamburg werden uns daran beteiligen! Und sollte Vattenfall das hiesige Kohlekraftwerk Moorburg an Netz bringen, werden wir dieses zu passender Zeit auch blockieren. Im November 2015 wird dann in Paris ein weiterer Weltklimagipfel stattfinden, für Protestaktionen mobilisieren dazu europaweit Basis-Initiativen und NGOs. Wie können wir dazu beitragen, dass die geplante Aktion im Rheinland tatsächlich eine Massenaktion wird? Zum UN-Klimagipfel im Sept. 2014 in New York waren mehr als 300.000 Menschen auf der Straße und haben für ein Ende des Klimawandels demonstriert. Ist das der Beginn einer neuen weltweiten Klimabewegung oder ist die Konzentration auf Aktionen des zivilen Ungehorsams an den Orten der CO2- Emissionen (Tagebaue, Kraftwerke, Verkehr) erfolgversprechender? Gibt es eine Perspektive dafür, dass die Protestaktionen in Paris nicht wie 2009 in Kopenhagen sich in einem Appell erschöpfen, gerichtet an Eliten des Systems, welches die Hauptursache der Misere ist? Über diese und weitere Fragen werden wir mit Tadzio Müller sprechen, gemütlich bei Kaffee und Kuchen, bei der Klima-Cafe Premiere! am 8.2.15 um 16h im Centro Soziale, Sternstr.2

Das Kohlekraftwerk Moorburg geht wohl ans Netz. – Scheiße! Was angeschaltet wurde, kann aber auch wieder abgeschaltet werden. Wir diskutieren im Bündnis darüber, wie wir die Dreckschleuder wieder stilllegen können. Kohleausstieg ist Handarbeit! Unsere Idee: wir blockieren die Kohleschiffe und die Eingänge zum Kraftwerk.

Die Umwelt wurde in den letzten 200 Jahren dramatisch verändert und kaum noch jemand bestreitet die verheeren-den Auswirkungen auf die Lebensgrundlagen der Menschen. Die weltweite Waldfläche z.B. wurde auf fast die Hälfte redu-ziert, im pazifischen Ozean schwimmt eine Schicht aus Plastikmüll von der Größe Indiens, Tier- und Pflanzenarten sterben massiv aus. Wissen-schaftlerInnen gehen von ein-em menschenverursachten Anstieg der globalen Durch-schnittstemperatur von zwei bis sechs Grad bis zum Jahr 2100 aus. Dies hätte Dürren, Stürme und Überflutungen in noch viel größerem Ausmaß als heute schon zur Folge, so dass große, dicht besiedelte Teile der Erde unbewohnbar würden.

Während dessen streiten sich PolitikerInnen und Wirtschaft-svertreterInnen seit drei Jahr-zehnten auf s.g. Weltklima-gipfeln darüber, wessen Un-ternehmen wie viel die Atmo-sphäre belasten dürfen. Die Emissionen steigen und stei-gen, um die verbliebenen fossilen Ressourcen werden Kriege geführt und noch zer-störerische Fördertechniken wie Fracking, Teersandöl, Artik- und Tiefwasserboh-rungen werden umfänglich angewendet.

Aber es gibt auch gute Nachrichten! Weltweit werden im Widerstand gegen den dramatischen Klimawandel und die rücksichtslose Naturausbeutung immer mehr Menschen aktiv. Die Bewegung der Landlosen in Brasilien, „Buen Vivir“ in ganz Lateinamerika, Proteste in den USA und Kanada gegen Fracking, die Kooperation zwischen europäischen und westafrikanischen Basisinitiativen (afrique-europe-interact), die Bewegung für Ernährungssouverenität in Bangladesch, die Antiatombewegung und Antikohleinitiativen in Europa und Kohlehafenblockaden in Australien.

Ein Gedanke zu „Klima-Cafe

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