Reaktion auf die Stellungnahme der Hamburg Towers vom 21.11.2016

Im Rahmen der Unterstützung der Jugendarbeit in Hamburg, der sogenannten „Vattenfall Akademie“, kann sich Vattenfall schon Grundschulkindern als ein soziales Unternehmen präsentieren, das gesellschaftliche Verantwortung übernimmt. Doch hinter dieser Kulisse treiben Vattenfalls Steinkohle-Kraftwerke in Hamburg nicht nur die katastrophalen Folgen des Klimawandels bedeutend voran, sondern sorgen darüber hinaus auch für eine Luftverschmutzung, die besonders die südlichen Siedlungen, wie Wilhelmsburg und Veddel, stark belastet und in unverantwortlicher Weise die Gesundheit insbesondere von Kindern aufs Spiel setzt. [1]

Vattenfalls umstrittenes Kohlekraftwerk Moorburg, Norddeutschlands größte CO2 Schleuder, verursacht jährlich ungefähr doppelt so viel CO2 Ausstoß wie der gesamte Hamburger Straßenverkehr. [2] Die Wilhelmsburger Ärzteschaft schreibt besorgt, dass unter den erheblichen gesundheitlichen Folgen vor allem Kinder zu leiden haben. Neben Atemwegserkrankungen wie Asthma, Bronchitis, Lungenentzündungen und Krupp könnten zudem Herz-Kreislauf-Erkrankungen auftreten. Außerdem gelte Feinstaub als Verursacher von Krebs. [1]
Sportlich aktiv sein können wir alle langfristig nur mit sauberer Luft zum Atmen!

Wir betonen dass sich unser Protest ausschließlich gegen den Klimakiller Vattenfall richtet. Wir sind nicht gegen Sport und Fans, sondern für eine dezentrale, ressourcenschonende Energieversorgung in Bürger*innen-Hand. Aus diesem Grund haben wir mit unserer Aktion in keinster Weise den Spielablauf behindert. Die gesamte Aktion ist wie geplant gewaltfrei und deeskalativ abgelaufen. Wie auf den Videoaufnahmen zu sehen ist sind einzelne Aktivist*Innen auf die Sicherheitskräfte zugegangen und haben sie darüber informiert, dass es sich hierbei um eine gewaltfreie Protestaktion handelt und man nach Ablauf der Viertelpause das Spielfeld selbstständig wieder verlassen werde.

Das Auslösen des Feueralarms hat in keinster Weise etwas mit unserer Protestaktion zu tun und würde oben genannten Absichten widersprechen. Wie die HH Towers in ihrer Stellungnahme bezeugen, wurden alle betroffenen Personen umgehend der Halle verwiesen. Auch wir hoffen, dass dieser Zwischenfall aufgeklärt wird und die Spekulationen um die Beteiligung unserer Gruppe möglichst schnell aufgelöst werden.

Dennoch sagen wir ganz klar: Wir lassen nicht zu, dass ein Konzern, der Gewinne mit Kohle- und Atomkraft macht und die immensen Kosten wie den Rückbau von Braunkohle-Tagebauen oder Atomkraftwerken den Steuerzahlenden überlasst, sein Image durch Sponsoring verbessert und sich nebenbei noch als engagierter, sozialer Partner in der Region ausgibt!

Wer Geld von Vattenfall annimmt, legitimiert damit die Art und Weise, wie Vattenfall auf Kosten von Mensch und Natur Profite macht!

Mit Vattenfall spielt man nicht! Nicht in Hamburg, nicht in der Lausitz, Nirgendwo!

Gegenstrom Hamburg

Weitere Informationen:

www.gegenstromhamburg.de

www.facebook.de/gegenstromhamburg

Quellen:

[1] Dr. Klaus-J.Harloff, Wilhelmsburger Ärzteschaft:
http://www.wilhelmsburger-aerzteschaft.de/kraftwerk-moorburg.html
[2] Robin Wood:, nach eigenen Angaben von Vattenfall:
http://www.robinwood.de/Moorburg.moorburg.0.html